Lacrimosa
Freshmilk.TV traf Bruno Pilz, zu einer Privatvorführung seines Stückes Lacrimosa. Im Rahmen des 100Grad Festivals präsentierte der Theaterautor das etwas andere Theaterstück, vorgeführt von einer Marionette (komplett selbst gespielt von Bruno Pilz) Vorgesehen ist die Vorführung für ein Publikum bestehend aus zwei Personen. Die Uraufführung war vor knapp einem Jahr - jetzt tourt Pilz mit Lacrimosa durch die Welt.
Der gelernte Zauberer hat das Stück zusammen mit seiner ehemaligen Mitbewohnerin, in seiner Studienzeit in Prag, entwickelt. Inspiriert von der Idee, dass man sein Leben nach dem Tod, als eine Art Film, noch einmal sehen kann. Je nachdem, wie man sein Leben lebt, würden dann die verschiedensten Filme dabei herauskommen. In Lacrimosa allerdings sieht man einen Mann, der sein gesamtes Leben vor dem TV verbringt, ohne sein eigenes tatsächlich zu leben. Erst als Geist erkennt er seine verschwendete Lebenszeit.
Man kann das Theaterstück als eine Art Gesellschaft- und Medienkritik verstehen, in der Pilz dazu auffordert, sich mehr seinem eigenen Leben zu widmen, anstatt es medial oder virtuell zu verfolgen.
Die Musik und auch der Name des Stückes stammt von Mozart, eines der letzten Stücke vor seinem Tod. Pilz sieht in der Entstehungsgeschichte und Intension der Musik eine Verbindung zu seinem Theater. Am Ende des Stückes erhalten die Zuschauer eine unerwartete Wendung - mehr dazu im Clip.